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Bundestagsabgeordneter Axel Echeverria (SPD) schnuppert Landluft

Hattingen. Mitte Juni absolvierte der örtliche Bundestagsabgeordnete Axel Echeverria (SPD) ein mehrtägiges Praktikum auf dem Kneibel-Hof in Hattingen-Holthausen. Dabei ging es dem SPD-Politiker, der den nördlichen Ennepe-Ruhr-Kreis mit den Städten Hattingen, Herdecke, Sprockhövel, Wetter an der Ruhr und Witten vertritt, vor allem darum einen tieferen Einblick in den vielfältigen Alltag eines landwirtschaftlichen Betriebs zu gewinnen.

„Peter Oberdellmann, der den Kneibel-Hof mit seiner Frau Anja bewirtschaftet, habe ich Anfang des Jahres im Zuge der ‚Bauernproteste gegen die Haushaltspolitik der Bundesregierung‘ kennengelernt. Im Februar habe ich daher seinen Hof besucht und mich mit ihm und anderen Landwirten ausgetauscht. Schon damals wurde mir schnell klar, dass ich mir ein eigenes Bild vom Alltag unserer Landwirte und ‑wirtinnen sowie von den Herausforderungen, vor denen sie stehen, machen muss!“, erläutert Echeverria.

Klar war auch, dass sich ein solches Bild nicht bei einem kurzen Besuch gewinnen lässt. Daher wurde vereinbart, dass Axel Echeverria in einem dreitätigen Praktikum einen Einblick in die Abläufe und zur aktuellen Situation des Hofes erhalten sollte. Insgesamt bewirtschaftet Herr Oberdellmann rund 15 Hektar Ackerland und etwa 40 Hektar Dauergrünland. Neben 50 Fleischrindern machen rund 1.300 Hühner, die in drei Mobilställen gehalten werden, den Kern des Betriebes aus.

Insgesamt kam das Interesse des Abgeordneten gut an, wie Landwirt Peter Oberdellmann erklärt: „Als die Anfrage für ein Praktikum kam, waren wir zunächst verwundert, da es für uns schon eine Premiere war, dass ein Bundestagsabgeordneter uns drei Tage begleiten möchte. Zugesagt haben wir aber sofort.“ Agrarpolitik sei kein einfaches Feld, da es „die Landwirtschaft“ nicht gebe, sondern nur den landwirtschaftlichen Betrieb.

„Wir haben daher bewusst an den drei Tagen ganz verschiedene Dinge gemacht, da genau diese Flexibilität auf unseren kleinstrukturierten Höfen im Ennepe-Ruhr-Kreis gelebte Praxis ist, und genau die vertritt Axel Echeverria in seinem Wahlkreis. Das Wichtigste für uns ist aber, dass er neben der Politik in Berlin Kontakt zu den Menschen an der Basis in seiner Heimat sucht, die unsere Volkswirtschaft hier in Bewegung halten, egal an welcher Stelle“, fasst Oberdellmann das Praktikum zusammen.

Vom 17. bis zum 19. Juni unterstützte Axel Echeverria daher die Arbeit auf dem Hattinger Hof: Zäune ziehen, Eier einsammeln, mobile Ställe verrücken, das Vieh versorgen, Holz hacken, Felder düngen und die Eier kommissionieren sowie für den Verkauf vorbereiten – das sind nur einige der Arbeiten, die immer wieder anfallen.

„Die Arbeiten auf einem Hof sind vielfältig und es gibt immer etwas zu tun. Diese Erkenntnis zog sich durch die gesamten drei Tages meines Praktikums. Vielen ist vielleicht nicht bewusst, wie hart die körperliche Arbeit ist, die hier geleistet wird.“, zieht Axel Echeverria Bilanz. „In meinem Praktikum konnte ich jedoch auch noch weitere Eindrücke sammeln. So wurde noch mal deutlich unter welchem Preisdruck die Landwirtschaft in Deutschland steht, die einen Großteil der Lebensmittel produziert, die wir tagtäglich konsumieren. Dies ist eines der beiden großen Handlungsfelder, wo Politik einen besseren Rahmen schaffen muss.“

Das zweite Handlungsfeld sei die viel zu hohe Bürokratie. Diese dürfe die Landwirtschaft nicht ersticken, so Echeverria: „Wenn ein Landwirt oder eine Landwirtin andauernd Listen und Nachweise ausfüllen müssen, bleibt wenig Zeit für die eigentliche Arbeit der Landwirtschaft. Umso mehr freue ich mich, dass die Koalitionsfraktionen letzte Woche ein Agrarpaket für eine zukunftsfeste Landwirtschaft beschlossen haben. Dieses beinhaltet nicht nur den Abbau unnötiger bürokratischer Belastungen, sondern stärkt unter anderem durch die Novelle des Agrarorganisationen-und-Lieferketten-Gesetzes die Stellung der Landwirte und -wirtinnen in der Wertschöpfungskette. Mir ist aber auch bewusst, dass es trotzdem noch weitere Verbesserungsbedarfe gibt. Deswegen werde ich die umfangreichen Erfahrungen mit nach Berlin nehmen und in die politische Arbeit einfließen lassen.“

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